Laborant entnimmt Probe aus Versuchsreihe Laborant entnimmt Probe aus Versuchsreihe

Verzicht auf Tierversuche und Sicherheit unserer Produkte

Die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden stehen für uns an erster Stelle. Genauso liegt uns die Unterstützung des Tierschutzes sehr am Herzen. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Verbraucher haben für Garnier schon immer höchste Priorität. Genauso wichtig ist uns das Wohlergehen von Tieren. Garnier testet keines seiner Produkte oder Inhaltsstoffe an Tieren und ist seit mehr als 30 Jahren Vorreiter für Alternativmethoden.

Unsere Reise mit Garnier

1989 und damit 14 Jahre früher als es die gesetzlichen Regelungen erforderten, hörte Garnier endgültig auf, seine Produkte an Tieren zu testen. Auch Inhaltsstoffe testet Garnier heute nicht mehr an Tieren und verfolgt diese Richtlinie weltweit sehr genau.

Wir haben uns stark für die Entwicklung alternativer Testmethoden eingesetzt, so haben die Teams in unseren Laboren menschliche Haut nachgebildet und seit 1979 als alternative Testmethode zu Tierversuchen eingesetzt. Diese künstliche Haut heißt Episkin und ist ein rekonstruiertes Modell der äußersten Hautschicht. Das Verfahren mit Episkin erlaubt Wirksamkeits- und Sicherheitstests von Produkten und Inhaltsstoffen. Außerdem stellen wir Episkin auch anderen Unternehmen zur Verfügung, damit auch diese ihre Produkte testen können. Darüber hinaus werden weitere alternative Testverfahren wie computergestützte Methoden oder neue toxikologische Bewertungsverfahren angewendet.

Als einen weiteren Meilenstein haben wir 2019 mit Garnier BIO unsere erste vegane Bio-Kosmetik (ohne Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs) auf den Markt gebracht.

Tierversuche: Ohne Uns

Garnier Produkte werden weltweit verkauft, sind allerdings auf dem chinesischen Markt nicht erhältlich. Grund hierfür ist, dass Kosmetik-Hersteller in China dazu verpflichtet sind, ihre Produkte mit Tierversuchen testen zu lassen, bevor diese überhaupt zugelassen werden können. Kosmetik-Produkte der Dachmarke L’Oréal können wiederum auf dem chinesischen Markt erhältlich sein. Jedoch setzt sich L’Oréal bereits seit über 10 Jahren bei den chinesischen Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen dafür ein, dass alternative Testmethoden anerkannt werden. Dabei konnten bereits erste Erfolge gefeiert werden. So werden in China hergestellte und verkaufte, bestimmte Kosmetik-Produkte wie Duschgele, Shampoos oder Make-up-Produkte seit 2014 nicht mehr an Tieren getestet. Im gleichen Jahr wurde den chinesischen Behörden auch Episkin zur Verfügung gestellt. Unser Ziel ist, dass Tierversuche aus den Regulierungen für die Kosmetikindustrie komplett ausgeschlossen werden.

Testmethoden und Überprüfung auf Sicherheit

Der Prozess, in dem wir unsere Produkte testen, erfolgt in vier Schritten. So können wir die Inhaltsstoffe und die daraus gefertigten Produkte sorgfältig untersuchen und stellen ihre Sicherheit und Wirksamkeit sicher:

Probeentnahme aus einem Tiegel

Schritt 1: Auswahl und Analyse der Rohstoffe

Im ersten Schritt werden potenzielle Rohstoffe und Inhaltsstoffe, im Hinblick auf Qualität und Herkunft analysiert. Basis hierfür sind entweder wissenschaftliche Literaturdaten oder eigene Tests, die zum Beispiel an unserem Hautmodell Episkin durchgeführt werden.

Schritt 2: Tests auf Verträglichkeit und Wirksamkeit

Als nächstes werden die Rohstoffe mit Hilfe von In-vitro Tests geprüft und auf ihr Risikopotential bewertet. Hier arbeiten wir in der Regel mit unserer künstlichen Haut, weil man diese besonders intensiv untersuchen kann.

Zusätzlich finden in spezialisierten Instituten auch Untersuchungen mit Probanden statt. Einerseits wird die Verträglichkeit geprüft, zum Beispiel durch die Einbeziehung von Personen mit empfindlicher oder zu Akne neigender Haut. Andererseits wird die Wirksamkeit der Produkte untersucht. Dazu werden vor der ersten Anwendung, nach einer Woche, nach zwei Wochen und vor allem nach vier Wochen, wenn sich die oberste Schicht der Haut einmal komplett erneuert hat, Tests, Bewertungen von Dermatologen und Selbsteinschätzungen der Personen durchgeführt und abgefragt.

Laborant entnimmt eine Probe

Schritt 3: Wie wirkt die Formel?

Im dritten Schritt schauen wir uns dann das Zusammenspiel einzelner Inhaltsstoffe bzw. Rohstoffe, also die Produktformulierung, an. Hier fokussieren wir uns darauf wie die Rohstoffe miteinander wirken, wie verträglich die Formel ist und wie das Produkt nach einmaliger Verwendung wirkt verglichen mit der Wirkung nach der zehnten Anwendung, um hier alle Eventualitäten zu berücksichtigen.

Schritt 4: Fortlaufende Kontrolle und Optimierung

Danach sind unsere Produkte fertig und werden auf den Markt gebracht. Für unsere Forscher hört die Beobachtung allerdings noch lange nicht auf – die Inhaltsstoffe und Produkte werden ständig weiter kontrolliert und jedes Feedback unserer Verbraucher/innen wird überprüft, um sicherzustellen, dass das Produkt die versprochene Leistung erbringt.

Zwei Laboranten betrachten Versuchsergebnisse