Junge Frau mit langen natürlichen Locken Junge Frau mit langen natürlichen Locken

Haare richtig pflegen bei Locken

Tipps für geschmeidige und lebendige, lockige Haare

Naturlocken brauchen besondere Pflege und viel Aufmerksamkeit, um ihre lebendige Sprungkraft und natürliche Form zu erhalten. Lockige Haare neigen zu Trockenheit, sind anfällig für Frizz und vertragen nicht jedes Stylingprodukt. Wir erklären Dir, wie Locken überhaupt entstehen, wie Du Deinen eigenen Lockentyp bestimmst und wie Du Deine lockigen Haare richtig pflegst.

Wie entstehen Locken?

Die Haarstruktur ist genetisch festgelegt. Jedes einzelne Haar besteht aus Keratinsträngen, die miteinander verbunden sind. Je lockerer die Verbindung zwischen diesen Strängen ist, desto glatter ist das Haar. Sind die Keratinstränge dagegen eng verbunden, bilden sich Locken. Auch die Form des Haarfollikels an der Hautoberfläche, aus dem das einzelne Haar herauswächst, spielt eine Rolle. Ist der Follikel rund, wächst das Haar gerade, bei einer ovalen Form hingegen wächst es schräg heraus oder bildet sogar einen Bogen, was in der Länge zur Lockenbildung führt. Je schmaler und flacher der Haarfollikel ist, desto stärker sind die Locken.

Warum Locken besondere Pflege brauchen

Durch den schrägen Austrittswinkel und die natürliche Krümmung der Haare liegt die äußere Schuppenschicht der Haut nicht so eng an wie bei glattem Haar. Dadurch geht Feuchtigkeit leichter verloren. Außerdem stehen Locken mehr von der Kopfhaut ab und werden weniger mit Talg versorgt. Deshalb sind lockige Haare von Natur aus trockener und benötigen besondere Pflege. Als Faustregel gilt: Je kleiner die Locken, desto intensiver sollte die Haar-Pflege bei Locken sein.

Junge Frau mit blonden lockigen Haaren
lockige blonde und braune Haarsträhnen

Locken sind verschieden: Den eigenen Lockentyp bestimmen

Um die richtige Haar-Pflege für Deine Naturlocken zu finden, kannst Du als ersten Schritt Deinen eigenen Lockentyp bestimmen. Diese Methode ist nur eine grobe Richtlinie, da lockiges Haar in vielen Variationen vorkommt. Dennoch ist die einfache Typisierung bei der Wahl Deiner Pflegeprodukte hilfreich.

Haare werden zunächst in vier Kategorien eingeteilt:

  • Typ 1 – Glattes Haar
  • Typ 2 – Welliges Haar
  • Typ 3 – Lockiges Haar
  • Typ 4 – Krauses Haar

Der jeweilige Lockentyp kann wiederum in drei Unterkategorien eingeordnet werden. Die Buchstaben A, B und C bezeichnen hier den Durchmesser der Locken.

  • A – Große Locken
  • B – Locken mittlerer Größe
  • C – Kleine und enge Locken

Deinen Lockentyp bestimmst Du am besten direkt nach dem Waschen, weil sich Deine Haare im nassen Zustand in ihrer natürlichen Form zeigen. Auch die Haardicke hat Einfluss auf die Wahl der richtigen Pflege. Je dicker Dein Haar ist, desto kräftiger und widerstandsfähiger ist es.

Gesunde, strahlende Locken: Tipps für die richtige Pflege

Vorab: Wie oft Du Deine Haare waschen solltest, hängt ebenfalls von Deinem Lockentyp ab. Durch die geringere Talgproduktion wird die Kopfhaut bei Menschen mit lockigem Haar in der Regel nicht so schnell fettig. Zu häufiges Waschen trocknet die Haare daher zusätzlich aus.

  • Waschen: Ein sanftes und intensiv pflegendes Shampoo eignet sich für lockiges Haar am besten. Das Garnier Wahre Schätze Intensiv Nährendes Shampoo Avocado-Öl & Sheabutter pflegt trockenes Haar weich und geschmeidig, ohne es zu beschweren. Avocado-Öl bändigt und entwirrt Deine Locken, während Sheabutter die Haare intensiv nährt und stärkt. Verwende Shampoo stets sparsam und massiere es sanft in die Kopfhaut ein. Für sehr widerspenstiges Haar eignet sich auch das Macadamia Hair Food Shampoo. Es bändigt und hydriert bis in die Spitzen.
  • Spülen: Wähle eine reichhaltige Pflegespülung, die Feuchtigkeit spendet und nicht beschwert. Die Garnier Wahre Schätze Reichhaltige Creme-Spülung Argan-Mandel-Creme nährt das Haar intensiv. Die reichhaltige Formel mit Arganöl und Mandelcreme pflegt sowie schützt Deine Locken und verleiht ihnen strahlenden Glanz. Falls Du zu einem schnell fettenden Ansatz neigst, verteile die Spülung nur in die Längen. Wenn Du Dein Haar zusätzlich bändigen möchtest pflege es mit der der Macadamia Hair Food Spülung und Maske geschmeidig.
  • Trocknen: Lasse Deine Haare nach Möglichkeit lufttrocknen, denn so fällt lockiges Haar am schönsten und natürlichsten. Wenn ein Föhn zum Einsatz kommt, verwende vorher einen Hitzeschutz, wie etwa das Garnier Fructis Wunder Öl Hitzeschutz & Anti-Frizz Pflege. Die leichte Formel mit Fruchtölen schützt Dein Haar vor Hitze bis zu 230°C. Föhne Deine Locken am besten mit einem Diffusor-Aufsatz, um sie zusätzlich vor Hitze zu schützen und ihnen noch mehr Form und Schwung zu verleihen.
  • Kämmen: Natürliche Locken solltest Du immer im nassen Zustand und nur mit einem grobzinkigen Kamm kämmen. Das funktioniert besonders gut, während ein Conditioner einwirkt. Beginne an den Spitzen und arbeite Dich zum Ansatz vor. So lassen sich die Haare leichter entwirren und gleichzeitig neue Knoten vermeiden.
  • Stylen: Damit Deine Locken ihre lebendige Sprungkraft auch während des Stylings behalten, verwende nach dem Waschen einen Schaumfestiger speziell für lockiges Haar. Der Garnier Fructis Style Locken & Glanz Schaumfestiger strukturiert Deine Locken und bringt sie in Form. Der Anti-Feuchtigkeitsschutz hält Luftfeuchtigkeit bis zu 80 % stand. Möchtest Du Deine Locken mit einem Glätteisen glätten, ist auch hier die Anwendung eines pflegenden Hitzeschutzes vorab besonders wichtig.
  • Pflegen: Gönne Deinen Locken mindestens einmal pro Woche eine Extraportion Pflege in Form einer Feuchtigkeitsmaske. Das gilt auch bei sehr feinem Haar mit Locken, jedoch solltest Du in diesem Fall am Tag der Anwendung die reguläre Pflege mit Shampoo und Conditioner aussetzen, um das Haar nicht zu überpflegen. Bei sehr trockenen Locken ist die regelmäßige Anwendung eines Haaröls ebenfalls ratsam.

Junge Frau mit lockigen braunem Haar, lächelnd

Zusätzliche Tricks und Kniffe für die Pflege Deiner Locken

Bei sehr dickem Haar kannst Du während des Waschens die Haare einfach in mehrere Partien teilen und das Shampoo Schritt für Schritt in die Kopfhaut einarbeiten. So stellst Du sicher, dass das Shampoo alle Bereiche von Kopfhaut und Haar erreicht. Auch wenn es zunächst etwas ungewöhnlich klingen mag: Wende den Conditioner ab und an vor dem Shampoonieren an anstatt danach. Dadurch bleibt die äußere Schuppenschicht während der anschließenden Haarwäsche geschlossen und Deine Locken sind gut geschützt.

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