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Teenagerakne: Was hilft gegen Pickel in der Pubertät?

Pickel in der Pubertät betreffen fast alle Jugendlichen – rund 85 Prozent machen diese Phase durch.1 Die gute Nachricht: Unreine Haut ist kein Dauerzustand und lässt sich mit den richtigen Maßnahmen gut in den Griff bekommen. Dieser Ratgeber erklärt Dir, warum hormonelle Veränderungen zu Pickeln führen, welche Inhaltsstoffe wirklich helfen und wie eine einfache Pflegeroutine Dein Hautbild spürbar verbessert.

Alles Wichtige zum Pickeln in der Pubertät im Überblick

Hauptursache für Unreinheiten: Hormonelle Umstellungen und Schwankungen erhöhen die Talgproduktion und verstopfen die Poren.


Pflege-Basics: Milde Reinigung, leichte Feuchtigkeitspflege und gezielte Wirkstoffe wie Salicylsäure bilden die Grundlage, beispielsweise mit Produkten gegen Pickel wie unsere Salicylic Routine – eine unserer Garnier Hautklar Marken


Pickel nicht ausdrücken: Das fördert Entzündungen und schlimmstenfalls hartnäckige Pickelmale und Narben.


Geduld zahlt sich aus: Bei den meisten Jugendlichen verbessert sich das Hautbild nach der Pubertät deutlich.

Warum bekommt man in der Pubertät Pickel?

Pickel entstehen in der Pubertät nicht durch mangelnde Hygiene. Die Ursachen für Pubertätsakne (Acne vulgaris) liegen tiefer – und sind biologisch völlig normal.

 

Dermatologin Dr. Dorothea Sadlo* ordnet ein:

„Akne ist nicht einfach nur verstopfte Haut. Pickel in der Pubertät entstehen vor allem durch hormonelle Umstellungen, die Talgproduktion und Verhornung der Haut verstärken, sodass Poren leichter verstopfen. Daraus entwickeln sich Mitesser und entzündliche Hautveränderungen.


Wichtig ist: Unreine Haut ist meist kein Zeichen falscher Hygiene, sondern ein biologisch normaler Prozess. Nach aktuellen dermatologischen Erkenntnissen tragen zusätzlich Entzündungen, Veränderungen des Hautmikrobioms und eine beeinträchtigte Hautbarriere wesentlich zur Akneentwicklung bei. Deshalb sollte die Pflege frühzeitig auf wirksame, aber milde Inhaltsstoffe setzen, um Unreinheiten zu reduzieren, ohne die Haut unnötig zu reizen.“


- Statement zum Thema Pickel in der Pubertät von Frau Dr. Sadlo


Erhöhte Talgproduktion durch hormonelle Veränderungen

Androgene – männliche Sexualhormone wie Testosteron – werden in der Pubertät bei Mädchen und Jungen verstärkt ausgeschüttet. Sie regen die Talgdrüsen an, deutlich mehr Sebum zu produzieren. Dieser Überschuss verstopft die Poren und bildet einen optimalen Nährboden für Bakterien.2 Das Ergebnis: Mitesser, gerötete Stellen und entzündete hormonelle Pickel. Bei Mädchen verstärkt der monatliche Zyklus diesen Effekt oft zusätzlich.

Verstopfte Poren durch Verhornungsstörungen

Zusätzlich zur gesteigerten Talgbildung verhornt die Haut in der Pubertät stärker. Abgestorbene Hautzellen lösen sich nicht richtig und bilden zusammen mit dem überschüssigen Talg einen Pfropfen im Porenkanal. Das ist der Startschuss für Mitesser, Akne und Pickel. Siedeln sich zusätzlich Bakterien an, entstehen dann Entzündungen.3

Was fördert Pickel in der Pubertät?

Neben Hormonen gibt es eine Reihe von Faktoren und Trigger, die Unreinheiten bei Teenagern zusätzlich verstärken können:

Ernährung: Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil und Milchprodukte können Entzündungen fördern. Mehr dazu im Ratgeber zur Ernährung gegen Pickel.4

Stress: Psychische Belastungen können den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und Stresspickel auslösen.5

Falsche Kosmetik: Komedogene Cremes oder Make-up können das Hautbild verschlechtern. Auch eine Überpflegung der Haut oder zu scharfe Reiniger mit viel Alkohol schaden der Haut mehr als sie helfen.

Sind Pickel ein Anzeichen für Pubertät?

Ja, und zwar eines der häufigsten. Sobald der Körper verstärkt Hormone produziert, reagiert die Haut oft als Erstes – und am offensichtlichsten. Pickel treten typischerweise zwischen 10 und 12 Jahren auf und sind kein Zeichen mangelnder Sauberkeit, sondern ein ganz natürlicher biologischer Prozess.6

Pickel in der Pubertät bei Mädchen und Jungen – gibt es Unterschiede?

Grundsätzlich haben beide Geschlechter mit den gleichen Ursachen zu kämpfen. Der Hormonhaushalt unterscheidet sich jedoch – und damit auch typische Verlaufsmuster der Pubertätsakne.


Pickel in der Pubertät bei Mädchen – was hilft?


Bei Mädchen schwankt die Talgproduktion oft zyklusabhängig. Besonders vor der Periode verschlechtert sich das Hautbild häufig. Eine milde, konsequente Pflegeroutine hilft am meisten. Wer die Pille absetzt, erlebt manchmal einen Rückfall – Tipps dazu gibt es unter Pickel nach der Pille.


Pickel in der Pubertät bei Jungen – was hilft?


Jungen produzieren in der Pubertät besonders viel Testosteron. Die Folge: eine noch höhere Talgproduktion und intensivere Unreinheiten, vor allem an Stirn, Nase und Rücken. Eine gezielte Gesichtspflege für Männer bei Pickeln setzt auf milde Reinigung und talgregulierende Wirkstoffe.


Bewährte Inhaltsstoffe gegen Pickel in der Pubertät

Nicht jeder Wirkstoff ist für jugendliche Haut geeignet. Die folgenden Inhaltsstoffe sind klinisch gut erforscht und in Garnier-Produkten enthalten. Einen umfassenden Überblick findest Du im Ratgeber zu Wirkstoffen gegen Pickel.


Wirkstoff Wirkweise Geeignet bei Beispielhaftes Garnier-Produkt
Salicylsäure (BHA) Löst Verhornungen und bindet Talg, dringt in die Poren ein, wirkt antibakteriell Mitesser, entzündete Pickel Salicylic 7-Day Clinical Anti-Unreinheiten Serum
Zink Reguliert die Talgproduktion, hemmt Entzündungen, unterstützt die Wundheilung Fettige, unreine Haut Tägliches Anti-Pickel Gesichtswasser
Tonerde / Aktivkohle Absorbiert überschüssigen Talg, reinigt porentief, mattiert Hautglanz Großporige, glänzende Haut Hautklar 3in1 Tonerde Anti-Pickel Reinigung + Peeling + Maske
Niacinamid (Vitamin B3)
Reguliert die Talgproduktion, lindert Rötungen und Pickelmale, stärkt die Hautschutzbarriere Empfindliche Haut BHA + Niacinamid Daily UV Anti-Unreinheiten Fluid Invisible + Matte LSF 50+

Welche Pflegeroutine hilft bei Pubertätspickeln?

Eine einfache, aber konsequente Pflegeroutine ist der Schlüssel zu reinerem Hautbild. Diese vier Schritte reichen aus, um unreine Haut zu klären, ohne sie zusätzlich zu reizen.


Schritt 1: Milde Reinigung morgens und abends


Ein sanftes Waschgel entfernt überschüssigen Talg und Schmutz, ohne den Schutzmantel der Haut anzugreifen. Produkte aus der Hautklar Reihe sind dafür ideal: Sie reinigen porentief mit Salicylsäure, ohne die Haut auszutrocknen.


Schritt 2: Peeling oder Maske 1–2-mal pro Woche


Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen und beugt verstopften Poren vor. Die 3-in-1 Anti-Mitesser Reinigung, Peeling und Maske mit Aktivkohle vereint 3 Steps in einem Produkt – ideal für fettige und unreine Haut.


Schritt 3: Leichte, nicht komedogene Feuchtigkeitspflege


Auch unreine Haut braucht Feuchtigkeit. Wichtig: Die Pflege darf die Poren nicht verstopfen, muss also nicht komedogen sein. Die Salicylic Fresh & Matte Hydratisierende Sorbet Creme beispielsweise spendet leichte Feuchtigkeit und enthält Niacinamid und Salicylsäure.


Schritt 4: Gezielte Pickelbehandlung


Bei einzelnen entzündeten Stellen helfen Pimple Patches: Sie schützen den Pickel vor Bakterien, absorbieren Wundsekret und beschleunigen die Heilung – diskret und ohne Pickel aufstechen zu müssen.

 

Vermeide typische Fehler bei der Pflege unreiner Haut:


Überpflege: Zu viele Produkte oder ständiger Wechsel überfordern insbesondere junge Haut.


Aggressive Reinigung: Stark alkoholhaltige Produkte zerstören den Säureschutzmantel und regen die Talgproduktion erst recht an.


Pickel ausdrücken: Drückt Bakterien tiefer ins Gewebe und erhöht das Risiko für Narben. 


Zahnpasta gegen Pickel: Reizt die Haut zusätzlich und bringt nachweislich nichts.

Wie lässt sich unreine Haut in der Pubertät vermeiden?

Neben der richtigen Pflege spielt der Alltag eine große Rolle für Dein Hautbild:


Smartphone und Kissenbezug: Beide regelmäßig reinigen – hier sammeln sich Bakterien, die Deine Haut reizen können.


Ernährung: Viel Gemüse, wenig Zucker und der Verzicht auf Milchprodukte können das Hautbild positiv beeinflussen.


Sonnenschutz: UV-Strahlung verstärkt Pickelmale. Ein leichter Sonnenschutz für unreine Haut schützt, ohne die Poren zu belasten.


Bewegung: Regelmäßiger Sport gegen Pickel fördert die Durchblutung – danach aber das Gesicht reinigen, damit Schweiß nicht länger als nötig auf der Haut bleibt.

Fazit: Pickel in der Pubertät sind kein Dauerzustand

Pickel in der Pubertät sind ganz normal und verschwinden meist, sobald sich der Hormonhaushalt normalisiert. Bis dahin hilft eine sanfte, regelmäßige Pflegeroutine. Wichtig ist vor allem Geduld – und möglichst nicht an Pickeln zu drücken. Setze auf Produkte gegen Pickel, die auf unreine Haut bei Teenagern abgestimmt sind. Bei schwerer oder langanhaltender Akne lohnt sich der Gang zur Hautarztpraxis.

FAQ: Häufige Fragen zu Pickeln in der Pubertät

Gehen Pickel nach der Pubertät weg?

Bei den meisten Menschen klingen Pickel bis zum 20. oder 25. Lebensjahr deutlich ab, weil sich der Hormonhaushalt stabilisiert. In einigen Fällen kann hormonell bedingte Akne auch im Erwachsenenalter auftreten – dann spricht man von Spätakne.7

Wie lange bleiben Pickel in der Pubertät?

Einzelne Pickel heilen innerhalb weniger Tage ab. Die Phase unreiner Haut beginnt je nach Entwicklungsstand meist zwischen 12 und 14 Jahren und kann bis Mitte 20 andauern.

Was tun gegen hormonelle Akne?

Hormonelle Akne lässt sich durch eine Kombination aus milder Pflege mit Salicylsäure, entzündungshemmender Ernährung und bei Bedarf ärztlich verordneten Medikamenten behandeln. Ergänzend kann Tee gegen Pickel unterstützend wirken.

Kann man Eiterpickel aufstechen?

Grundsätzlich nicht. Durch das Aufstechen gelangen Bakterien tiefer in die Haut, was Entzündungen und Narben fördern kann. Besser: Pimple Patches für reine Haut verwenden, die den Pickel abdecken und die Abheilung unterstützen.

Helfen Hausmittel gegen Pickel in der Pubertät?

Einige Hausmittel gegen Pickel wie Heilerde-Masken oder Kamillendampfbäder können unterstützend wirken. Bei ausgeprägten Unreinheiten sind klinisch erprobte Wirkstoffe wie Salicylsäure jedoch deutlich wirksamer und hautschonender.

*Dr. Dorothea Sadlo ist niedergelassene Dermatologin, Allergologin und Ernährungsmedizinerin mit eigener Praxis. Sie studierte in Heidelberg, Düsseldorf sowie an der Harvard Medical School in Boston, USA. Einer ihrer Schwerpunkte liegt in moderner Hautpflege, dermatologischer Kosmetik und der ganzheitlichen Betrachtung von Hautgesundheit. Als erfahrene Dermatologin verbindet sie wissenschaftliche Expertise mit praxisnaher Beratung in den Bereichen Dermatologie, Allergologie und innovative Skincare.

Quellen

  1. Guguluș, D. L., Vâță, D., Popescu, I. A., Pătrașcu, A. I., Halip, I. A., Mocanu, M., & Solovastru, L. G. 2025. The Epidemiology of Acne in the Current Era: Trends and Clinical Implications. URL: https://www.researchgate.net/publication/392006190
  2. Moradi Tuchayi, S., Makrantonaki, E., Ganceviciene, R., Dessinioti, C., Feldman, S. R., & Zouboulis, C. C. 2015. Acne Vulgaris. URL: https://www.researchgate.net/publication/281845863_Acne_Vulgaris
  3. Mayo Clinic. 2024. Acne. URL: https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/acne/symptoms-causes/syc-20368047
  4. Kucharska, A., Szmurło, A., & Sińska, B. 2016. Significance of diet in treated and untreated acne vulgaris. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4884775/
  5. Cloyd, J. 2024. The Connection Between Stress and Acne. URL: https://www.rupahealth.com/post/the-connection-between-stress-and-acne
  6. NHS. Acne. 2023. URL: https://www.nhs.uk/conditions/acne/
  7. Bagatin, E., Proença de Freitas, T. H., Rivitti Machado, M. C., Ribeiro, B. M., Nunes, S., & Dias da Rocha, M. A. 2019. Adult female acne: a guide to clinical practice. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6360964/